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Dienstag, 5. Februar 2008

Preserves

Mit der beiläufigen Frage, was ich einer Freundin von meiner Londonreise im vergangenen Oktober mitbringen könnte, fing es an. Sie, anglophile Anglistin, wollte ein Glas anständiger Orangenmarmelade. 
In London ging ich also zu Fortnum&Mason, um ‚schnell’ ein Glas des gewünschten Brotaufstriches zu kaufen. Nach ca. 80 (!!!) Minuten hatte ich das gewünschte Produkt in der Hand und eine Menge Detailwissen zum Thema marmalade im Kopf. Ich stand wohl ein wenig zu ratlos, verzweifelt vor den Regalen, von unten bis oben angefüllt mit eingekochten Orangen, denn plötzlich nahte Rettung und der freundliche Leiter der Abteilung preserves gab mir eine detailreiche Einführung in das Thema Orangen und Orangenmarmelade.
Mein geschätzter Bioladen hat zur Zeit köstlichste Orangen in seinem Angebot, und so hab ich gestern spontan ein paar Gläser Gelee aus dem Saft von Moro-Orangen eingekocht. Auf die Zugabe von Haut habe ich verzichtet, weil ich kein Fan des klassischen bitteren Geschmacks von Orangenmarmelade bin.

My interest in marmalade began with a simple question. Last autumn, before I went to London, I ask a friend if there would be anything she wanted me to bring her back from the city. Yes, she would fancy a jar of decent marmalade. 
Therefore I went to Fortnum&Mason to get my friend what she longed for. I thought that that would be a quick business ... but it took me 80 minutes, before I hit the road again.
There were tons of marmalade of all kinds, and my face must have looked absolutely clueless because the friendly 'Head of Preserves' turned to me and gave me an extended and time consuming lecture on oranges, preserves and marmalades. Very interesting, thank you again, MC Preserves!
Right now, my local organic grocery shop is selling various and delicious sorts of oranges. Yesterday, I decided to cook some jelly. I didn't add bits of the peel though, because I don't really like the bitter taste of traditional british marmalade... 






Pomeranzen und Tarocco-Orangen gab es auch, und so will ich heute noch ein weiteres Gelee ausprobieren. Auch diesmal ohne Haut, die Aromen im Saft der Pomeranzen müssen reichen. 
Heute Morgen hab ich zu meiner Toastscheibe natürlich gleich den frischen Gelee ausprobiert…Lecker!


Besides the Moro oranges, there'd been Tarocco and bitter oranges as well so I'll try to make a different jelly - I'm sure the aromas of the bitter oranges will match the Taroccos perfectly.
I'd already tried yesterday's jelly and it's yummy!

Sonntag, 2. Dezember 2007

Sweet Dreams

Der erste Advent liegt in den letzten Zügen. Obwohl ich nur wenig Zeit zum stricken hatte, ist ein FO zu vermelden, nichts besonderes: ein Schal aus Dochtwolle für mein Patenkind Lucius. Dafür war ich gestern shoppen, powershoppen sozusagen, denn ich habe alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Und das noch vor dem 1. Advent, das ist ein absolutes Novum für mich!
Heute habe ich Weihnachtskekse gebacken, das mache ich immer am 1. Advent.

The weekend is almost over and there was hardly any time for knitting. But I finished a project, a very fast and simple k1p1-ribbed scarf for my four years old god-son Lucius.
But, yesterday I shopped  xmas presents, and I got all my presents. 4 weeks before xmas and I have all my presents, this never ever happens to me before: I feel very good!
Today I baked christmas cookies, I always do this on th 1. Advent.  



Ich habe viel abgewogen, gerührt, geknetet, ausgestochen, bepinselt, gebacken ect.ect…
There was a lot of measuring, strirring, icing, baking and so on…



Die Elisenlebkucken bekamen eine Glasur:
This little cakes became an icing topping:



Und so weit bin ich bisher bekommen, fehlt noch eine Sorte!
And this is how far I made it: only one more sort and that’s it.


Ich backe Kekse nur für den Eigenbedarf, also für meine Gäste und für mich. Jedes Jahr wundere ich mich immer wieder, dass diese Massen nach und nach verschwinden, restlos.


I make christmas cookies for myself and for guests. Every year when I see this masses of cookies, I cannot believe that they will disappear – bit by bit, and by Christmas, there is no a single cookie left. Sad.

Montag, 12. November 2007

Es naht heran...

... das große Fest am Ende des Jahres. Und schon wurden die ersten Vorbereitungen getätigt:


Mehl, Hefe, Mandeln, in Rum eingelegte Trockenfrüchte, Zucker, Abrieb von Zitronen und Orangen, Vanillezucker, Kardamon, Zimt, Macis (entfaltet frisch im Mörser zerrieben einen unglaublichen Duft!), Milch, Butter und ... rühren, warten, kneten, warten, kneten, warten, formen, warten, backen und die Stollen sind vollbracht!
Das A und O eines Stollens ist sein Konsistenz, nicht zu weich, nicht zu hart - nicht zu trocken, nicht zu feucht - schön mürbe muss er sein. Viele Jahre des Stollen-Backens haben mich demütig gemacht: es ist vedammt schwierig, dem idealen Stollen nahe zu kommen.
Ich habe in diesem Jahr zwei verschiedene Rezepte ausprobiert. Eines, das ich schon über mehrere Jahre hinweg immer wieder versuche zu verbessern, verlangt ausschließlich Butter - ausserdem wird Marzipan in die Falte gearbeitet. Das zweite ist von der Mutter eines Freundes, dass sie wiederum von ihrer Großmutter bekommen hat. Dieses Rezept arbeitet mit 1/3 Nierenfett und 2/3 Butter, und natürlich ganz ohne Schnickschnack wie Marzipan. Das Nierenfett, vom Rind, habe ich auf den Rat meines Metzgers hin durch Kalbsfett ersetzt.
In drei Wochen wird angeschnitten, ich bin gespannt, welche Stolle das Rennen macht!

Same procedure as every year... the big party at the end of the year needs some preparation in advance! 
In Germany, November ist the month to bake stollen. I already baked four smaller stollen two weeks ago. Yesterday evening/night, I made some more. 
Now I have two big and four smaller Stollen, of which some will be posted overseas. 
A stolle is a delicate thing, consistency is the key word. This year, I tried two different recipes, a traditional and a more modern on. 
The main difference is, that one is made with butter only while the traditional recipie calls for butter and a special grease from cattles - but my (organic) butcher recommended calf grease. I know, sounds awful - but it's not!  
Stollen, wrapped in alumium, needs a resting time of three or four weeks. In a couple of weeks, I will let you know which one made the race!

Mittwoch, 29. August 2007

Es Ist angerichtet

Die liebe Susan hat es sich nicht nehmen lassen, Spätzle für mich zu machen. 



Erst wurde der Teig nach geheimen Familienrezept angerührt, dann in die Spätzlepresse gefüllt.



Nun wurden die Spätzle mit viel Muskelkraft in das kochende Wasser gepresst.




Susan liess die Nudeln ein paar Minuten im heißen Wasser ziehen, fischte sie dann heraus, um sie im kalten Wasser abzuschrecken.


Das ganze wurde mit Käse schichtweise in eine Form gefüllt und in den Ofen schoben. Susan schmorte noch ein paar Zwiebeln, die vor dem Servieren auf die heißen Kässpätzle gegeben wurden. Kein Foto davon, denn erstens sieht so ein Auflauf auf Fotos nicht so prickelnd aus und zweitens waren die Spätzle raztfatz aufgegessen...
Angeblich gibt es im Schwabenland regelrechte Glaubenskriege darüber, ob Spätzle geschabt oder gepresst werden dürfen/müssen... Mir als Rheinländerin in der brandenburgischen Diaspora war das egal: Hauptsache der Teller war voll mit dieser Köstlichkeit!Ratet mal, was es am zweiten Abend gab...? Geschmälzte Maultaschen!!!